Gepostet von M. Lorenz am Mai 30, 2009 in Allgemein | Keine Kommentare
Mit Freude habe ich anfänglich am Projekt “Farbe bekennen” teilgenommen, schnell habe ich bemerkt, daß es doch recht anstrengend ist, jeden Tag ein passendes Foto einzustellen. Entweder findet man die Zeit und kann jeden Tag ein Foto zum Thema erstellen, oder man muss seinen Fundus bemühen.
In beiden Fällen ist man beschäftigt.
Nun, warum hat meine Freude nur anfänglich angehalten?
Genau, bei über 180 Teilnehemern spitzt man natürlich auch mal auf anderen Seiten vorbei um zu sehen welche fotografischen Perlen dort zum besten gegeben werden.
Um ehrlich zu sein, war ich doch enttäuscht – Bilder die die Welt nicht braucht.
Natürlich habe ich bemerkt, dass die Themen der (überwiegend) Internet-Tagebücher selten dem Thema Fotografie gewidmet waren.
Um so mehr drängt sich mir die Frage auf, warum Blogger mit dem Thema “Selbstgestricktes” oder “Photographic Orgasm” (welcher mit etlichen Handybildchen belegt wird) überhaupt an so einem Projekt teilnehmen?
Weder möchte ich hier irgend jemandem die Teilnahme an Fotoprojekten untersagen – wie auch
– noch behaupte ich, dass meine Ergebnisse weltbewegend wären.
Mich irritiert nur die Tatsache, dass bei beim oben genannten Projekt das Internet mit knapp 4200 Fotos bombardiert wurde, von denen, in meinen Augen, es vielleicht 5% wert gewesen wären, präsentiert zu werden.
Für mich sind diese Projekte leider zu Plattformen gegenseitiger Bauchpinselei verkommen. (War es jemals besser?)
Die Bewertungen der Fotografen untereinander sind sehr verhätschelnd, man könnte vermuten, dass jeder Kommentator schon fast davon ausgehen kann, mit einem wohlwollenden Gegenkommentar quittiert zu werden.
Schade… wäre doch eine objektive Kritik an den Bilder hilfreicher. Aber das kostet wahrscheinlich zu viel Zeit.
Ich bin mir bewußt, das ich mit dieser Behauptung ein heißes Eisen anfasse, denn wie sollte ich den Wert eines Bildes bestimmen können? Geschweige denn den Wert eines Bildes in den Augen des Fotografen?
Ich möchte trotzdem eine kritische Betrachtung jener Fotoprojekte anregen.
Also, lasst mich wissen was ich falsch verstanden habe…
P.S.: Dies alles gilt auch für Fotoprojekte an denen ich nicht aktiv teilgenommen hab, sondern nur mitverfolgt habe.
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