Gepostet von M. Lorenz am Aug 22, 2009 in Fotos | Keine Kommentare
Es ist schon erstaunlich, mit welcher Geschwindigkeit und Sicherheit sich Libellen, allen voran die auffällige Herbst-Mosaikjungfer im Luftraum bewegen.
Sitz man mit dem Tele im Anschlag auf der Pirsch nach den quirligen Insekten, könnte es einen vorkommen, als hätte diese Grazien nichts anderes zu tun als ständig Ihr Revier zu umkreisen um potentielle Eindringlinge abzuwehren.
Mit lautem Geknister prallen die Flügel der Herbst-Mosaikjungfern zusammen, als einer der Angreifer versucht in das Hoheitsgebiet einzufliegen. Für das menschliche Auge sind diese Luftkämpfe unmöglich auszumachen. Viel zu schnell ist es auch schon wieder vorüber und der Unterlegene zieht von dannen.
Der siegreiche Artgenosse kehrt an seinen Platz zurück, ständig auf der Hut vor neuen Angriffen. Rastlos werden die Runden gedreht, hier eine Mücke verspeist dort kurz, wie ein Hubschrauber, in der Luft verweilt.
Doch glauben Sie mir, es ist nicht einfach diese Geschöpfe abzulichten. Nur reichlich Geduld bringt den gewünschten Erfolg. Zuerst muss man den geeigneten Ort finden, denn oft genug verlassen die Libellen das Ufer wenn man sich Ihnen nähert.
Also heißt es sich in die Umwelt zu integrieren. Denn es ist gleichwohl zu beobachten, dass sich die Akrobaten der Lüfte immer wieder an den selben Ort zurückziehen. Hat man das Vertrauen gewonnen gilt es seine Ausrüstung im Griff zu haben, wählen Sie kurze Verschlusszeiten, denken Sie erst gar nicht daran die Flügel scharf abbilden zu können.
Bleiben Sie geschmeidig, folgen Sie den Flugbahnen, oder versuchen Sie Ihr Glück an einer bestimmten, immer wieder angeflogenen Stelle.
Doch die Geduld und Arbeit lohnt sich, entdecken Sie auf Ihren Bildern die erstaunlichen Details, die Ihnen im Geschwindigkeitsrausch verborgen blieben.
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