Leistungsabfall bei Kurzzeitsynchronisation

Gepostet von am Nov 8, 2009 in Ausrüstung, Technik, Tipps & Tricks | 1 Kommentar

Ein häufiges Dilemma beim Einsatz eines Blitzes ist oftmals die zu lange Blitzsynchronzeit. Die Zeit also in der der (Schlitz-)Verschluss lange genug geöffnet ist um vom Blitzlicht komplett ausgeleuchtet zu werden. Die Blitzsynchronzeit ist von Kameramodell zu Kameramodell verschieden, liegt aber in etwa zwischen 1/160 und 1/250 Sekunden. Bei schnelleren Zeiten wird man den Verschlussvorhang mit abgebildet sehen.

Blitzen auch bei kurzer Verschlusszeit

Für mehr Gestaltungsfreiraum beim Blitzeinsatz bieten die unterschiedlichen Kamerahersteller deshalb Kurzzeitsynchronisationen für schnellere Verschlusszeiten an. Nikon nennt diese beispielsweise FP-Kurzzeitsynchronisation, Canon HSS usw.
Hierbei feuert der Blitz mehrere Salven hintereinander ab (für das menschliche Auge trotzdem nur als ein Blitz wahrnehmbar) um sicher zu stellen, dass der Sensor komplett ausgeleuchtet ist.
Doch leider tritt dabei ein anderes Problem auf.

Signifikanter Leistungseinbruch

Wie ich schon in diesem Artikel erwähnt hatte sinkt die Blitzleistung bei Verwendung der Kurzzeitsynchronisation. Um diesen Leistungseinbruch etwas zu objektivieren, habe ich folgenden Versuch gestartet:

Kamera: D700
Blitz(e): SB-600, SB-800

Ich habe den Blitz manuell auf 1/4 Leistung eingestellt (Reflektorstellung 85mm) und eine weiße Wand fotografiert.

Die Einstellungen habe ich bei f/22 und ISO 200 fixiert und die Verschlusszeit langsam erhöht.

MLO_3977_091108 MLO_3978_091108 MLO_3979_091108

Die D700 bietet als Blitzsynchronzeit eine 1/320 Sekunde an.

Ich habe die Verschlusszeit weiter verkürzt, die Kamera ist in den FP-Modus gewechselt.

MLO_3980_091108 MLO_3981_091108 MLO_3982_091108 MLO_3983_091108

Leistungsabfall von ca. 3 EV

Ich denke man sieht sehr deutlich den massiven Leistungseinbruch des Blitzlichtes. Um in etwa festzumachen um wie viel sich die Leistung verringert hat, habe ich die Blende schrittweise geöffnet bis ich eine Ausleuchtung entsprechend dem Bild ohne FP-Kurzzeitsynchronisation erreichte.

MLO_3986_091108

Ich musste die Blende um 31/3 Stufen öffnen. Das würde im Umkehrschluss bedeuten beim Einsatz der FP-Kurzzeitsynchronisation verliert man ca. 3 Blenden Blitzleistung. Und das schon am Anfnag des Modus, je kürzer die Verschlusszeiten werden desto mehr Licht geht verloren (s.o.).

Im übrigen ist der Leistungseinbruch bei beiden Blitzen (SB-600 und SB-800) gleich stark. Bei gleichen Einstellungen an der Kamera und Blitz SB-800 allenfalls durch sein etwas Mehr an Leistung kompensieren, welches aber im FP-Modus nicht der Rede wert ist.

Ob der Einbruch bei anderen Kamera-/Blitzherstellern ebenso drastisch ist, kann ich nicht sagen, aber vielleicht mag ja jemand dazu einen Kommentar abgeben. ;)

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1 Kommentar

  1. Genau spielen die Nikon 6MP Kameras (D40/x D70 D50) ihre Stärken aus. Dank des elektr. Verschlusses können sie ohne Prob. auf 1/2000 (! – je nach Blitz) synchronisieren. Mit dem ollem SB-24 gegen die Sonne? Kein Problem!

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