Gepostet von M. Lorenz am Jul 14, 2010 in featured, Stories, Tipps & Tricks | 3 Kommentare
Das letzte Paarshooting ließ mich etwas tiefer in die “Lichtkiste” greifen. Bei einem Stelldichein von Sonne, Reflektor in Co. konnte ich ganz unterschiedliche Lichtstimmungen und Ausleuchtungen erreichen.
Ein befreundetes Parr hat mich um ein Shooting gebeten. Ich hatte den Termin nicht umsonst für den Abend vereinbart, da ich auf eine tiefstehende Sonne und damit kreatives Licht hoffte.
Gleich zu Beginn hatte ich mich des Ranger Quadras bemüht. Das Pärchen nahm unter einem Laubbaum platz, ich nahm eine tiefe Aufnahmeposition ein und versuchte den Himmel zwar Blau aber nicht allzu dunkel zu gestalten.
Um das Sonnenlicht auszunutzen schlenderten die Beiden über ein abgemähtes Getreidefeld in Richtung Licht, lange Brennweiten und eine offene Blende bescherten mir ein gutes Freistellungpotential bei diesen Aufnahmen.
Anschließend versuchten wir das Sonnenlicht etwas zu lenken. Mit einem silbernen 150cm Reflektor hellte ich die Schattenpartie in den Gesichtern auf, das Sonnenlicht agierte mehr oder weniger als ein “Rimlight” an der Seite. Ich habe bewusst auf einen Goödrefeltor verzichtet, da das tiefstehende Sonnenlicht eh schon sehr warm war.
Eine weitere Variation ist der Einsatz eines Diffusors, welcher das vorhandene Licht weicher macht. Das recht harte Sonnenlicht kann so etwas schmeichelnder gesetzt werden, wie man auf den folgenden Fotos erkennen kann.
Der Klassiker, die Gegenlichtaufnahme durfte natürlich auch nicht fehlen. Warum ich allerdings hier nicht weiter abgeblendet habe ist mir im Nachhinein ein Rätsel… ![]()
Mit dem versinken der Sonne hinter dem Horizont, war sehr weiches Licht vorhandenwelches ich für Portraits mit einer lichtstarken Festbrennweite genutzt habe. Durch die Verwendung einer weit geöffneten Blende habe ich die Weichheit des Licht unterstützt und zudem auf das Wesentliche im Bild gelenkt.
Dann ging alles ganz schnell, Licht wurde Mangelware veränderte sich aber in seiner Charakteristik und im Spekrtum seiner Farbe von Minute zu Minute. Um das Licht noch so einzufangen wie ich es gesehen hatte, musste ich zu guter Letzt die ISO pushen.
Wir sind jetzt schon sehr begeistert von den Aufnahmen, bedanken uns nochmal rechtherzlich für die Mühen und freuen uns schon auf die Bilder!!
Gruß Philipp & Tilly
Größtenteils sind die Bilder wirklich gut gelungen. Besonders gut gefallen mir die ersten drei, vor allem wegen dem guten Licht. Allerdings solltest Du beim nächsten Mal drauf achten, dass der Halm nicht vor den Model ist.
Die Portraits am Baum sind auch sehr gut ausgeleuchtet und das Gegenlicht-Foto ist exzellent.
Wo Du beim letzten Bild die ISO gepusht hast ist mir unklar, denn 160 ISO sind ja wenig. Dieses Bild finde ich übrigens auch am wenigsten gelungen. Aus mehreren Gründen, die ich Dir gerne persönlich mitteile.
LG Alexander
Danke für den Hinweis, war ein Tippfehler, meinte ISO1600.
Das letzte Bild habe ich noch gemacht, weil es wirklich stark war den Licht- und Farbwechsel mitzuerleben, vielleicht hat es auch nur dokumentarischen Charakter… das soll jeder für sich entscheiden.
Achja, den Grashalm hab ich eben erst entdeckt.. mich stört er nicht, die beiden sitzen ja auch im Gras. Wär sicherlich kein Problem das zu entfernen.